KIES- UND FELSSTRÄNDE

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Es gibt auf Elba um die 150 verschiedene Strände in allen Größen, Farben und Formen - von schwarzem Sand bis hin zu weißem Kies. Die Sandstrände in den großen Badebuchten sind dabei zumindest außerhalb der Hochsaison schön, jedoch auch vergleichbar mit Stränden, wie man sie auf anderen Inseln oder am Festland findet. Was die Strände von Elba besonders und auch weltweit einzigartig macht, sind die Fels- und Kiesstrände. Mineralogisch und archäologisch ist Elba ein Kleinod, was sich auch an den Küsten zeigt. Da es sehr viele sehenswerte Uferabschnitte gibt, hier einige Tipps zu den ungewöhnlichsten Kiesstränden und Felsküsten.

Costa Bianca

Die Costa Bianca findet man auf der Elbakarte zwischen der Hafenstadt "Portoferraio" und dem "Capo d'Enfola". Ihr Name rührt daher, dass die Strände alle aus weißem Kies bestehen, der so hell ist, dass er an Sonnentagen fast blendet. LE GHIAIE ist der Stadtstrand von Portoferraio. Der weiße Kies ist hier schwarz gesprenkelt, wie man generell beobachten kann, dass die Struktur/das Muster der weißen Steine Richtung Westen, zum Capo d'Enfola hin, immer feiner und marmorartiger wird. Le Ghiaie ist der Strand, an dem man die einheimische Bevölkerung von Portoferraio trifft - vom Schüler bis hin zur Geschäftsfrau. Im Hintergrund sind ein kleiner Park und eine Bar, von wo aus man entspannt dem Treiben zuschauen kann. Der Strand mutet auf den ersten Blick nicht so außergewöhlich an, aber speziell bei Südwind ist das Wasser ganz klar und türkis und schon in nächster Ufernähe tummeln sich viele Fische zum Beobachten. Die weißen Strände sind unterschiedlich gut zu Fuß zu erreichen und demnach auch mehr oder weniger besucht. Besonders schön sind die Strände von SANSONE und am CAPO BIANCO, speziell in der Abendsonne. Alle diese Strände sind, was Bars und Toiletten angeht, nicht so gut ausgestattet, da sie schwer erreichbar sind, aber ein paar Grundbedürfnisse werden zu bestimmten Zeiten im Jahr abgedeckt. Andere Namen von Stränden in dieser Gegend sind zum Beispiel SOTTOBOMBA, AQUAVIVA oder PADULELLA.

Sansone

Sansone

 

Capo Bianco

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Enfola

Die Halbinsel "Enfola" ist einer der Ort auf der Insel mit besonderem Flair. Dort bieteten sich dem Besucher eine ganze Reihe an attraktiven Freizeitmöglichkeiten wie zum Beispiel eine kleine Rundwanderung über die Halbinsel und zum "Capo d'Enfola" oder dem Tauchen und Schnorcheln rund um die Halbinsel. Ausgangspunkt ist dabei der Kiesstrand direkt am Ende der Straße, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Bergsilouette des "Monte Capanne" hat. Direkt gegenüber dieses Strandes befindet sich ein zweiter Strand und eine Hafenmole, wo gelegentlich Feste stattfinden, veranstaltet von den "Amici dell'Enfola", den "Freunden Enfolas".

 

Enfola

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Colle di Palombaia

Der "Colle di Palombaia" ist ein Strand, der sich besonders für Urlauber eignet, die dem Getümmel an den großen Sandstränden etwas entfliehen möchten. Da der Strand nur über ungefähr 170 Stufen zu erreichen ist, hält viele Leute davon ab hinabzusteigen. Die Treppen sind allerdings gut begehbar und am Strand bekommt man zur Hauptsaison auch kleine Snacks und Getränke. Der Strand besteht aus grauem Kies und grauem Sand, wobei der Kies bei genauem Betrachten teilweise sehr feine, fast künstlerisch anmutende Zeichnungen aufweist.

Colle di Palombaia

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Sant'Andrea

Das ehemals kleine Fischerdörfchen ist zu einem noblen und nicht ganz billigen Urlaubsort geworden. Es liegt am Ende einer kleinen Straße mit engen Kurven, die steil bergab geht, in einer üppigen Vegetation, welche besonders durch die vielen Zitronenbäume geprägt wird. Der kleine Sandstrand ist nicht unbedingt den Ausflug wert, auch wenn natürliche "Kinderschwimmbecken" den Strand sehr familienfreundlich machen. Das Besondere sind jedoch die Felsküsten links und rechts des Strandes, welche von den Urlaubern als Felsstrand genutzt werden können und einfach nur ganz außergewöhnlich und schön sind. Das Gestein ist Granit, wie der ganze Monte Capanne überwiegend aus Granit besteht. Dem Weg über die Felsen rechts folgend, kommt man am Ende in die Minisandbucht von COTONCELLO, während man links, über flachere Felsen, am Ende zu einer Felsformation kommt, die einem großen Steingebiss ähnelt. Für Taucher und Schnorchler ist Sant'Andrea ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Felsen von Sant'Andrea

Bagnaia, Nisporto und Nisportino

"Bagnaia", "Nisporto" und "Nisportino (siehe auch "Geheimtipps Strände")" sind kleine bis mittelgroße Badebuchten mit grauem, braunem oder dunkel-bunt anmutendem Kies, in Nisportino dazu auch weißer Kies. In den Orten, speziell in Bagnaia, findet man eine gute Infrastruktur mit Hotels, Bars, Restaurants und Pensionen. Von Bagnaia aus hat man am Abend, bei Sonnenuntergang, ein tolles Panorama auf das abendliche Portoferraio. Inzwischen ist auch die Straße zwischen Bagnaia und Nisporto komplett asphaltiert und bietet landschaftlich eimalige Ausblicke über die Hafenbucht von Portoferraio.

Bagnaia

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Le Sprizze, Redinoce, La Paolina 

"Le Sprizze", "Redinoce" oder "La Paolina" sind nur drei Namen der kleinen Strände welche auf dem Weg von "Procchio" nach "Marciana Marina" liegen. Jeder dieser Strände hat seinen eigenen Charakter und eine andere Beschaffenheit. La Paolina ist zum Beispiel ein beliebtes Ausflugsziel, da sich unmittelbar vor dem Strand das kleine Inselchen "Paolina" befindet, um das man ohne größere Mühe schwimmen oder paddeln kann.

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Teilweise große und schöne Kiesstrände gibt es noch an der Westküste oder an der Costa dei Gabbiani, jedoch sind diese oftmals nur übers Wasser oder durch lange, manchmal auch gefährliche Fußwege, zu erreichen. Ebenso gibt es solche Strände im "Golfo di Stella". Hier wäre z. B. der AQUARILLI Strand sehr zu empfehlen, welchen man schon von einem größeren Parkplatz mit Aussichtspunkt aus, ungefähr in der Mitte des Golfes, sehen kann.

Aquarilli

Besser zugänglich sind die Strände von

Pomonte, Chiessi und Patresi

"Patresi" erreicht man dabei über eine steile Straße, ähnlich der von "Sant'Andrea". "Pomonte", ein Ort mit herrlichem Ausblick von "Montecristo", über "Pianosa" und "Korsika" bis nach "Capraia", liegt ebenso wie Chiessi an der Westküste Elbas. Pomonte ist ein beliebtes Ausflugsziel, da dort auch in unmittelbarer Strandnähe das Wrack des in den 70er Jahren gesunkenen Frachtes "Elviscott" liegt. Chiessi ist ebenso wie Pomonte ein noch ganz natürliches kleines Örtchen, etwas "abseits der Welt", welches ebenso am Fuße des Monte Capanne liegt. Dort findet man neben einem kleinen Kiesstrand, der überwiegend aus Granitsteinen besteht, flache Felsen, auf die man bequem sein Handtuch legen kann. Ebenso wie in Pomonte kann man auch hier sehr gut schnorchel, schwimmen und tauchen.   

Pomonte

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Chiessi

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Margidore

Der Margidore Strand liegt wiederum an der Südküste der Insel, direkt neben dem großen und beliebten Sandstrand von "Lacona" und bietet speziell zur Hauptsaison eine gute Ausweichmöglichkeit. Die Steine sind hier eher flach und man kann gut ins Wasser gehen. Durch die hohen Bäume hinter dem Srand hat man im rechten Abschnitt gegen Nachmittag natürlichen Schatten. 

Margidore

Spiaggia Margidore

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Morcone, Pareti oder Innamorata

Die drei Ort und ihre Strände liegen hinter Capoliveri im Süd-Osten der Insel und sind für die Besucher Capoliveris beliebte Ausflugsziele. Es sind keine reinen Kiesstrände sondern eher eine Mischung aus Sand und Kies, besonders in Innamorata überwiegt der Sand gegenüber dem Kies. Dort endet auch der befestigte Teil der Insel.

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Für Abenteurer, aber nur per Boot, bieten sich noch die Strände zwischen "Nisportino" und "Cavo" an, welche sich an der einzigen komplett touristisch unerschlossenen Küste der Insel befinden. Ebenso findet man an der "Costa dei Gabbiani", hinter dem Ort "Capoliveri", wunderschöne, teils große Kiesstrände, allerdings sind auch diese nur mit dem Boot oder über lange Fußwege zu erreichen.

Madonna delle Grazie, Stecchi uno, Stecchi due

Das Bergdorf "Capoliveri" ist einer der beliebtesten Ausflugsziele auf Elba, doch wenige finden den Weg zu der alten Kirche "Madonna delle Grazie" und zu der kleinen Bucht, es sei denn, man wählt sein Ferienziel von vorneweg in Capoliveri. An der Küste gibt es viel zu entdecken, besonders wenn man dem Weg rechts an der Tauchschule vorbei folgt. Kleine Buchten sowie eine lange Felsküste bieten viel Abwechslung zum Baden und Schnorcheln und perfekte Mittelmeeratmosphäre mit dem Ausblick über den "Monte Capanne".

MadonnaDelleGrazie

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Stecchi2

Oben: der kleine Strand "Madonna delle Grazie", Mitte: Impressionen in unmittelbarer Nähe, Unten: einer der beiden Stecchi Strände

Norsi

Der Strand von "Norsi" im "Golfo die Stella" auf der Südseite der Insel, bietet auch im Hochsommer die Möglichkeit, dem ganz großen Tourismusrummel zu entfliehen. Es sind immer Leute am Strand, aber aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation ist es nie ganz überfüllt. Am besten findet man im Hochsommer auf dem Ausichtsparkplatz an der Hauptstraße, Richtung Meer blickend rechts vom Strand, einen Parkplatz, von dem aus man dann ungefähr 800 Meter hinunter zum Strand gehen muss. Das Wasser ist hier bei Nordwind sehr klar und bietet tolle Möglichkeiten für Wassersport. Bei Südwind kann es vermehrt Algen anspühlen. Zwei Bars in der Mitte des Strandes bieten ein ausreichendes gastronomisches Angebot.

Norsi

Ortano

Ortano liegt unterhalb des Bergdorfes "Rio Nell'Elba" an der Ostküste der Insel. Der Ort selbst besteht aus einem großen 4-Sterne-Feriendorf und weiteren Ferienanlagen. Es gibt einen großen kostelosen Parkplatz von dem aus man ungefähr fünf Minuten zum Strand läuft. Der Strand ist auch im August nicht überfüllt und bietet gute Bademöglichgkeiten. Das Besondere an Ortano sind die kleinen Strände und das Inselchen (Isolotto d'Ortano), welche sich rechts von der Bucht befinden und entweder übers Wasser oder über die Felsen zu Fuß erreicht werden kann.

Ortano

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Le Fornacelle

Den Strand "Le Fornacelle" erreicht man, wenn man kurz vor Cavo der Beschilderung des gleichnamigen Restaurants folgt und am Ende der kurzen, steilen und engen Straße direkt am Strand parken kann. Bei klarer Sicht hat man hier einen schönen Ausblick zum Festland und zu den kleinen Inseln des Toskanischen Archipels. Ferner eignet sich die Ecke gut für Schwimmer und Schnorchler, sofern die Sicht nicht durch herabgespühlte Erde beeinträchtigt wird. Der Meeresboden ist Sand, worauf sich eine glitzernde Schicht an Mineralienstaub gelegt hat, was besonders auch Kinder beeindruckt. Am Strand gibt es das Restaurant und einige wenige Ferienwohnungen

Fornacelle

Le Fornacelle

Cavo

"Cavo" befindet sich am nordöstlichen Ende der Insel und ist der Ort, welcher am nächsten zum Festland liegt. Früher war der Strand wild und naturbelassen. Inzwischen hat man hier jedoch großflächig weißgrauen Kies aufgeschüttet, so dass es für die Besucher bequemer ist zu baden. Der eine oder andere wird die glitzernden Natursteine vermissen, die hier die Küste geprägt haben. Touristisch betrachtet und aus der Sicht eines Badeortes war die Entscheidung jedoch sicher richtig.

Cavo

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Cavo, Spiaggia Frugoso

Wer bei Cavo einen naturbelassenen Strand sucht, der findet diesen am nördlichen Ortsende gegenüber der "Isola dei Topi" (Insel der Mäuse). Dieser Strand heißt "Spiaggia Frugoso" und eignet sich besonders bei Südwind zum Baden. Der Strand ist nie ganz voll, da er etwas abgelegen am hintersten nordöstlichen Ende der Insel liegt, wohin sich wenige Besucher verirren. Man liegt dort auf kleinen und mittelgroßen Steinen und grauem Sand. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick Richtung Festland. Direkt am Strand gibt es einen Parkplatz mit im Inselvergleich niedrigen bis mitteleren Parkgebühren.

Frugoso

Cavo, Spiaggia Frugoso

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