FREIWASSERSCHWIMMEN

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Freiwasserschwimmen erfreut sich wachsender Beliebtheit, sowohl im Meer als auch in Seen. Ausgelöst durch den Triathlon Sport vor einigen Jahren, haben viele Schwimmer, die bisher nur im Becken geschwommen sind, das Schwimmen in offenen Gewässern für sich entdeckt. Natürlich eignet sich auch Elba sehr gut für diesen Sport.

Wichtig ist es dabei, die dringend erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten:

  1. Man sollte sich aufgrund des besonders in den Sommermonaten dichten Bootsverkehrs sowie den Seglern und Surfern nie zu weit auf das offene Meer bewegen, sondern besser dicht am Ufer schwimmen.

  2. Es empfiehlt sich, immer auf der Wind abgewandten Seite zu schwimmen, da dort das Wasser klarer ist und Quallen (sofern es welche hat) von der Küste weggetrieben werden. Das heißt man schwimmt bei Nordwind besser auf der Südseite und bei Südwind auf der Nordseite der Insel.

  3. Unterschätzen Sie niemals die Meeresströmungen und die Strömungen durch den Wind! Selbst für sehr gute Schwimmer kann es schwierig werden, zurück ans Ufer zu gelangen, wenn man in eine Strömung kommt. Der Wind kann sehr plötzlich einsetzen oder drehen. Gute Beispiele für gefährliche Strömungen sind die Landspitze von „Fetovaia“ oder die Küste links von „Sant'Andrea“.

  4. Schwimmen Sie besser mindestens zu zweit, um im Falle gesundheitlicher Probleme einen Helfer zu haben. Nützlich sind auch professionelle Sportuhren mit GPS. Falls sie allein schwimmen, bewegen Sie sich besser der Küste entlang, wo man noch stehen kann und schnell ans Ufer kommt.

  5. Achten Sie beim Schwimmen im Frühjahr und Herbst auf Unterkühlung.

  6. Es gibt nur sehr wenige Geschichten über Haie. Dennoch sollte man sich zumindest vor Augen führen, dass es diese auch im Mittelmeer gibt und man das Meer nie unterschätzen sollte.

Hier eine Liste an empfehlenswerten Schwimmstrecken

Procchio, Lacona, Marina di Campo

Die großen Buchten mit Sandstränden eignen sich gut für sportliches Schwimmen. Es gibt dort bis auf den Sandboden nicht viel zu sehen. Manchmal kreuzen ein paar Fische den Weg. Bei Sonnenschein und klarem Wasser ist die Atmosphäre unter Wasser aber angenehm lagunenartig und es macht Spaß im direkten Weg durch die Bucht seine Kondition zu testen. In Marina di Campo findet auch jedes Jahr der Elbaman statt. Die Strecken hin und zurück in Lacona und Marina di Campo betragen circa 2 km, die in Procchio circa 1,5 km.

Costa Bianca

Die Küste links von „Portoferraio“ mit den einzigartigen weißen Kiesstränden ist ein perfektes Ziel für Schwimmer. Bei Südwind ist das Wasser klar und die Unterwasserwelt schön anzusehen.

Eine Strecke von 1,5 bietet beispielweise die Strecke von „Le Ghiaie“ (dem Stadtstrand von Portoferraio) bis zum „Capo Bianco“. Besonders direkt vor dem Strand von le Ghiaie sieht man oft große Fischschwärme.

Vom Capo Bianco aus kann man wiederum immer der Küste entlang Richtung „Enfola“ schwimmen, vorbei an weiteren weißen Stränden. Hin und zurück kann man dabei, je nachdem wie weit man schwimmt, 1-8 km zurücklegen. Man kommt hier der Küste entlang immer recht gut an Land und das Wasser ist in Küstennähe nicht tief.

Norsi

Von „Norsi“ aus kann man links Richtung „Felcaio“ und dem Lido Strand schwimmen. Die Strecke ist abwechslungsreich mit Sandböden, Fels und Fischen, dennoch schön und angenehm zu schwimmen. Je nachdem, wo man dreht, beträgt die Strecke 1-5 km.

Lido di Capoliveri

Der Lido Strand ist ebenfalls ein gute Ziel für Schwimmer. Ähnlich wie in Lacona beispielsweise, schwimmt man dem Strand entlang über dem Sandboden. Sowohl links als auch rechts des Strandes wird die Unterwasserwelt dann abwechslungsreicher und felsiger. Die Strecke am Strand entlang ist 1-1,5 km lang.

Zuccale

"Zuccale" heißt ein Strand unterhalb des Bergdorfes "Capoliveri". Zum Schwimmen besonders geeignet ist die Strecke auf der rechten Seite der Bucht den Felsen entlang. Die Felsen sind dort überwiegend flach, nur manchmal etwas tiefer und man kann gut Fische beobachten. Schwimmt man die Strecke weiter, so erreicht man nach ungefähr 1,5 km den Sandstrand "Lido di Capoliveri". 

Fetovaia, Le Tombe

Sowohl die Landzunge innerhalb der Bucht von „Fetovaia“, als auch dahinter bietet schöne Schwimmstrecken. Am Strand von Fetovaia schwimmt man der Landzunge entlang zunächst im wahrsten Sinne des Wortes durch eine Lagune, um dann zu der felsigeren Küste zu gelangen. Vorsicht vor der Strömung an der Spitze der Landzunge!

„Le Tombe“ nennen sich die kleinen Strände auf der Rückseite der Landzunge. Diese sind von der Straße aus über kleine Wege zu erreichen. Die Unterwasserwelt ist dort noch ganz ursprünglich und bietet den Felsen entlang schöne Impressionen.

Pomonte

Zu „Pomonte“ gibt es auf dieser Seite einiges zu lesen. Für Schwimmer bietet es sich hier natürlich an, vom Ufer aus zum Wrack der „Elviscott“ zu schwimmen (nur ungefähr 250 m entfernt) und von dort aus die Bucht noch linker Hand zu durchqueren. Insgesamt eine Strecke von circa 1 km, die viele Eindrücke hinterlässt. Für diese Strecke sollte der Tag mehr oder weniger windstill sein, da sonst die Wellen zu hoch werden.

Chiessi

"Chiessi" befindet sich direht neben Pomonte an der Westküste Elbas. es gibt dort einen kleinen Kiesstrand sowie flache Felsen, auf die man ideal sein Handtuch legen kann. Oft ist es an dieser Küste etwas welliger, aber wenn wenig Wind ist, findet man dort ein wahres Schwimm- und Schnorchelnparadies. Der Küste auf der rechten Seite folgend, sieht man bald schöne Unterwasserlandschaften mit vielen Fischen, besonders Mönchsfischen. Links der Bucht entlang sind etwas weniger Fische, dafür schräg ins Meer abfallende Felswände. Der Ort ist geeignet für Schwimmstrecken zwischen 2 und 5 km, wobei man auf die Wind- und Strömungsverhältnisse achten sollte.

Enfola

Die Halbinsel von „Enfola“ ist ein bevorzugtes Ziel von Schwimmern und Schnorchlern. Wer die Halbinsel schwimmend umrundet, nimmt eine ganze Reihe an wunderschönen Eindrücken mit. Die Unterwasserwelt sowohl links als auch rechts des „Capo d'Enfola“ bietet alles, von kleinen Inseln, über winzige Buchten, Felseinschnitte, kleine Grotten, eindrucksvolle Blautöne und unzählige Fische. Die Insel umrundet ein guter Schwimmer in 40-60 Minuten. Diesen Ausflug sollte man aber in jedem Fall besser zu zweit machen. Auch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man der einen oder anderen Qualle begegnet.

Sant'Andrea

Die Felsen von „Sant'Andrea“ sind ebenfalls ein beliebtes Ziel, besonders für Schnorchler. Eine schöne Strecke führt vom Strand von Sant'Andrea aus auf der rechten Seite Richtung „Cotoncello“, einem kleinen malerischen Sandstrand (siehe auch „Geheimtipps Strände“). Die Strecke beträgt (hin und zurück) ungefähr 1-1,5 km.

La Paolina

Der Strand vor der kleinen Insel „La Paolina“, direkt in Ufernähe, ist ein guter Ausgangspunkt für kurze und auch längere Schwimmtouren. Für geübte Schwimmer ist das Umrunden der Insel zum Einschwimmen geeignet, für weniger Geübte ist es eine nette Strecke zum Trainieren, da man besonders am Anfang und in Inselnähe eher über seichteres Gewässer schwimmt. Von der Insel aus bietet es sich an, nach „Spartaia“ zu schwimmen, einem Sandstrand links der größeren Bucht von Procchio und rechts von La Paolina. Je nach Streckenwahl liegt man hier bei 700 m – 1,5 km

Ortano

"Ortano" ist ein kleiner Ort, der fast nur aus einem Feriendorf besteht und sich etwas unterhalb von "Rio nell'Elba" befindet. Vom dortigen Kiesstrand aus, kann man auf der rechten Seite zu der kleinen Insel "Isolotto d'Ortano" schwimmen. Dort befinden sich mehrere ganz kleine Kiestrände. Der Abschitt ist schön zum Schnorcheln und Schwimmen. Zur Insel hin wird das Wasser teilweise ganz flach, während sich vor der Insel größere Felder mit Seegras befinden. Die Strecke von Ortano bis zur Insel beträgt ungefähr 800 m. Man kann die Strecke jedoch beliebig erweitern, indem man zum Beispiel um die Insel schwimmt oder weiter der Küste folgt.

Spiaggia Margidore

Von der rechten Seite des großen Kiesstrandes aus kann man der Landzunge zwischen dem „Golfo della Lacona“ und „Golfo Stella“ entlang schwimmen. Anfangs kommt man dabei durch etwas weniger ansprechendes Gewässer, welches durch den Motorboothafen beeinträchtigt ist. Dann gelangt man aber sehr bald in schönes abwechslungsreiches Gewässer und kann die Strecke, die an fünf idyllischen kleinen Kiesstränden vorbeiführt, genießen. Je nachdem wie weit man sich voran wagt, beträgt die Strecke hin und zurück 3-6 km. Besonders achten sollte man dabei auf den Wind. Schön ist das Wasser bei Nordwind, gleichzeitig erfordert es aber Kraft, gegen den Wind zurückzukommen.

Weitere schöne Schwimmstrecken:

  • vom „Topinetti“ Strand über die grauen glitzernden Sandfelder und flachen Felsen Richtung „Rio Marina“

  • vom Kiesstrand von „Marciana Marina“ aus links der Küste entlang über tiefere Gewässer und an schönen Felslandschaften vorbei

  • die abwechslungsreiche Strecke von „Naregno“ aus, am „Capo Focardo“ vorbei Richtung „Straccoligno“

  • von „Forno“ aus die eindrucksvolle Strecke Richtung „Enfola“