ELBAS TIERWELT

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Für Tierfreunde bietet die Insel Elba einige Besonderheiten, auch wenn es nicht immer einfach ist, die Tiere zu entdecken und zu beobachten. In erster Linie prägen Katzen das Bild der Insel. Man trifft sie wirklich an allen Orten – auf Garagendächern, alten Mauern, dem Autodach oder vor der Haustüren. Leider vermehren sich die Katzen sehr schnell und besonders die wilden Katzen werden im Winter zu armen hungrigen Geschöpfen, weshalb auf Elba auch eine Katzenhilfe eingerichtet wurde.

Die zweite Tierart, deren Spuren man fast überall sieht, sind die Wildschweine. Sie durchwühlen die Erde nach Futter und kommen oft bis an die Häuser heran. Dennoch ist es schwer, eines von ihnen zu Gesicht zu bekommen, da sie sehr scheu sind. Hin und wieder kann man aber ihr Grunzen im dichten Macchia-Gestrüpp hören. Heutzutage sind die Wildschweine fast schon eine Plage geworden, da sie doch erhebliche Schäden anrichten können. Wildschweine können bis zu drei Mal im Jahr bis zu sechs Junge bekommen! Auf der Speisekarte sind sie für Feinschmecker ein "willkommener Gast", denn es gibt eine ganze Reihe an Spezialitäten.

Auf Elba leben auch Mufflons – eine Art wildes Bergschaf. Umstritten ist aber nach wie vor, ob es sich um echte Wildschafe oder nur um Nachkommen ursprünglicher Hausschafe handelt. In zahlreichen Gegenden Europas ist das Mufflon in jüngerer Zeit als Jagdwild ausgewildert worden und auch auf Elba findet man es auf der einen oder anderen Speisekarte.

Möwen umkreisen fast alle Buchten der Insel oder man kann sie am Strand beobachten. Auf der kleinen Halbinsel "Enfola" kann man sie in größerer Zahl im Frühjahr beim Brüten (oder später die Jungtiere) beobachten.

Es kann vorkommen, dass man mitten auf der Straße oder einem Weg eine Schlange liegen sieht. Diese können je nach Art über 2 m lang werden. Dennoch sollte man nicht erschrecken, denn fast alle sind harmlos. Hier nur eine Auswahl der auf Elba heimischen Reptilien: die Rediviper, die Barren-Ringelnatter, die gelbgrüne Zornnatter, die Schlingnatter, der Europäische Blattfinger, der Halbfingergecko, der Mauergecko, die Östliche Smaragdeidechse, die Ruineneidechse und die Italienische Erzschleiche. Vorsicht sollte man vor den Vipern walten lassen, denn ihr Biss kann im schlimmsten Falle tödlich enden. Meistens halten sie sich zwischen Steinen oder in Mauerritzen verborgen. Den Mauergecko kann man zu Abendstunden in der Nähe von Lichtquellen bei der Insektenjagd beobachten.

Doch es gibt auch einige Amphibien auf der Insel, wie zum Beispiel die Erdkröte, die eine Körperlänge von bis zu 12 cm erreichen kann, den tyrrhenischen Laubfrosch, den Teichfrosch und die Wechselkröte.  

Natürlich gibt es darüber hinaus noch ein große Zahl an Insektenarten (Grillen, Falter, Schmetterlinge, Gottesanbeterinnen, Spinnen, Skorpione, Wespen, Hornissen und nicht zuletzt Bienen) oder Vogelarten und wer sich dafür interessiert, für den empfiehlt es sich, entsprechende Literatur zu kaufen.

Kleiner Skorpion

Hier noch einige Beispiele zu den elbanischen Vogelarten: die Alpenbraunelle, der Teichrohrsänger, der Südeuropäische Wanderfalke, der Turmfalke, der Mäusebussard, die Schleiereule, der Steinkauz oder die Zwergohreule. Zur Zeit der Vogelwanderung können darüber hinaus auch der Wespenbussard, der Rotfußfalke, der Baumfalke, die Weihe oder der Schlangenadler beobachtet werden.

 
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