DAS TOSKANISCHE ARCHIPEL

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Das „Toskanische Archipel“, auch „Tyrrhenische Inseln“ genannt, besteht aus sieben Inseln:

ELBA (8 Kommunen zu denen auch die Inseln „Montecristo“ und „Pianosa“ gehören)

GIGLIO (Kommune „Isola del Giglio“)

GIANNUTRI (Kommune „Isola del Giglio“)

MONTECRISTO (Kommune „Portoferraio“)

CAPRAIA (Kommune „Capraia Isola“)

PIANOSA (Kommune „Campo nell'Elba“)

GORGONA (zur Stadt „Livorno“ gehörend)

Luftaufnahme von Elba 

Neben diesen Hauptinseln, wovon ELBA die größte ist, gehören noch weitere kleinere Inseln zum Archipel: Meloria (zur Stadt „Livorno“ gehörend), Palmaiola und Cerboli (beide Kommune „Rio Marina“), Scoglio d'Affrica (Kommune „Portoferraio“) und die Formiche di Grosseto (zur Stadt „Grosseto“ gehörend).

Von Elba aus kann man Ausflüge auf manche dieser Inseln machen. Zur ehemaligen Gefängnisinsel PIANOSA werden Tagesausflüge angeboten. z.B. von „Marina di Campo“ aus. Auf der Insel selbst kann man sich dann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kajak fortbewegen. Die Insel besticht durch die Klarheit des Wassers und die Schönheit der Strände. Die Bauten sind allerdings schon stark verwittert. Längere Aufenthalte als ein Tag sind nicht gestattet.

Sicht auf Pianosa von Elba aus.

CAPRAIA erreicht man ebenfalls von Elba aus. Dort gibt es ein kleines nettes Hafenörtchen - auch Ziel vieler Segler - von wo aus man sich weiterbewegen kann. Auf Capraia leben knapp 400 Menschen und die Insel liegt zwischen dem „Cap Corse“ im Norden Korsikas und dem italienischen Festland. Die aus Vulkanausbrüchen entstandene Insel ist heute etwa 20 km² große. Die steile Küste ist zerklüftet und wird kaum von Buchten unterbrochen.

Sicht auf Capraia von Elba aus.

GIGLIO liegt ungefähr 80 km südlich von Elba. Dorthin werden ebenfalls Bootsfahrten angeboten. Auf der Insel, welche von einem unglaublich klaren und schönen Meer umgeben wird und wo man auch in Inselnähe noch Delfin erblicke kann, leben circa 2.500 Menschen in den drei Ortschaften „Giglio Porto“, „Giglio Castello“ und „Giglio Campese“. Es gibt nur wenige Strände dort, aber diese sind einen Besuch wert. Die Insel besticht jedoch noch mehr durch ihre Felsküsten, z.B. am „Capel Rosso“. Die engen Gassen des „Giglio Castello“, über dessen Häuser auch immer wieder Nebel schwebt, geben dem Ort eine magische, mittelalterliche Atmosphäre. Ein Tagesausflug auf die Insel ist sehr knapp bemessen, besser ist es, dort wenigstens drei Tage zu verweilen.

MONTECRISTO, vor allem bekannt aus Dumas Roman „Der Graf von Montecristo“ ist für Normalbürger kaum erreichbar, da die komplette Insel Naturschutzgebiet ist. Auf der Insel lebt nur ein Inselwärter (mit Partnerin) und hin und wieder kommen wenige „hochrangige“ Besucher in den Genuss, die Insel besuchen zu dürfen. Es sind insgesamt nur 1000 Besucher pro Jahr zugelassen. Man kann versuchen, sich für einen Besuch anzumelden, die Wartezeit für Touristen beträgt jedoch mindestens drei Jahre. Seit Jahrhunderten leben wilde Ziegen auf der Insel. Durch die Isolation von ihren Artgenossen sind sie für genetische Forschungen interessant und deshalb auch als „Montecristo-Ziegen“ bekannt.

Sicht auf Montecristo von Elba aus.

GORGONA ist die nördlichste und kleinste Insel des Toskanischen Archipels. Sie liegt vor der Hafenstadt „Livorno“, zu der sie auch gehört. Auf der nur 2,23 km² großen Insel befindet sich seit 1869 eine Strafanstalt, welche die meiste Fläche einnimmt. Auf der Insel leben nur ungefähr 120 Menschen ganzjährig und man kann die Insel nur in den Sommermonaten nach Voranmeldung besuchen.

GIANNUTRI ist die südlichste und östlichste Insel des „Toskanischen Archipels“ und ebenfalls Naturschutzgebiet. Sie hat die Form eines Halbmondes, mit einer Gesamtfläche von 2,60 km², erstreckt sich über drei Kilometer und ist maximal 500 Meter breit. Giannutri hat nur ungefähr 10 feste Anwohner! Die Küste ist zerklüftet und es gibt auch nur zwei Stränden: Die Bucht "Cala dello Spalmatoio" und die"Cala Maestra".

 
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