TIPPS ALLGEMEIN

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Geheimtipps zu machen, ist natürlich immer so eine Sache, da die Geschmäcker doch oft sehr verschiedenen sind. Bitte denken Sie daran, dass Tipps immer nur im Zusammenhang mit den passenden äußeren Bedingungen passen, d.h. je nach Jahreszeit, Wind, Wetter und den persönlichen Ansprüchen, kann sich manches ganz anders darstellen. Hier ein paar ganz allgemeine Tipps:

Die Fähren

Es gibt, je nach Saison, 2 - 4 Fährlinien auf Elba, die, ebenfalls je nach Saison und Wochentag, ganz unterschiedliche Preise haben können. Die Fähren heißen "Toremar", "Moby Lines", "Corsica Ferries" und "Blu Navy". Die Überfahrt macht man am besten vom Hafen von Piombino aus. Während Toremar und Moby Lines ungefähr eine Stunde für die Überfahrt benötigen, braucht Corsica Ferries (Elba Ferries) nur eine halbe Stunde. Wer die Überfahrt länger und ruhiger genießen möchte, sollte eine der langsameren Fähren wählen, denn bei ruhiger See und gutem Wetter ist die Überfahrt sehr schön.

Vergleichen Sie die Preise! Zwei Erwachsene mit Auto sollten für ungefähr 50 Euro übersetzen können, in der Hauptsaison, am Wochenende, für max. 70 - 80 Euro. Manchmal geht es auch günstiger. Buchen Sie die Überfahrten, besonders für die Hauptsaison, rechtzeitig, da Sie ansonsten in Sachen Preis und Belegung Überraschungen erleben können. Außerhalb der Saison ist es nicht unbedingt notwendig, die Fähre vorab zu buchen. Falls Sie ohne Buchung an den Hafen fahren, so kaufen Sie das Ticket nicht an den vielen beworbenen Kaufstellen auf dem Weg zum Hafen sondern erst ganz vorne am Hafen, in dem dortigen Hafenzentrum. Hier gibt es auch einen großen Parkplatz. Kinder unter vier Jahren kosten normalerweise nichts, geben Sie deshalb das Alter auf alle Fälle an und fragen Sie gegebenfalls nochmal nach. www.mobylines.de, www.toremar.it/de, www.blunavytraghetti.com/webing/homeing.htm, www.corsica-ferries.it/traversate/traghetti-elba/offerte.html

 Anreise mit der Fähre                         Abreise von Elba mit der Fähre

Einkaufen   

Wer etwas Geld sparen möchte, der kann auf dem Weg zum Hafen am Festland noch einkaufen, z. B. im Penny Markt, der direkt am Straßenrand auf dem Weg zum Hafen liegt. Auf Elba ist alles etwas teurer, auch wenn es große Supermärkte gibt, in denen man fast alles findet.

In Portoferraio gibt es einen sehr großen COOP Supermarkt, ebenso drei CONAD Supermärkte, der größte davon im kleinen Industriegebiet "Antice Saline", am zweiten Kreisverkehr bei der Durchfahrt durch die Stadt. Besonders dieser Conad hat ein schönes Fisch- und Fleischangebot, sowie Theken mit frischer Ware und italienischen Spezialitäten. Direkt um die Ecke gibt es hier auch noch den EURO SPIN und den TUORDI Supermarkt. Letzterer hat niedrige Preise, allerdings ist der Betreiber des Marktes derselbe wie von Conad, sodass alles aufeinander abgestimmt ist. Ein paar Schnäppchen kann man hier dennoch machen.

Conad Supermarkt in Marina die Campo

Conad Supermärkte (oder auch COOP) gibt es beispielsweise auch in "Marina di Campo", "Capoliveri", "Porto Azzurro" oder "Marciana Marina". Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an kleinen Lebensmittelläden, die meist zwar deutlich teurer sind, manchmal aber auch Ware haben, die man in den Supermärkten nicht findet.

Märkte

Die täglichen Märkte sind eine gute Alternative zu den Supermärkten und Läden. Hier findet man nicht nur Lebensmittel sondern auch Kleidung, Lederwaren, Schuhe, Spielwaren, Accessoires, Küchenartikel und noch einiges mehr. An den Obst- und Gemüseständen hat man eine reichhaltige Auswahl und je nach Saison und Anbieter bekommt man hier auch Ware direkt von der Insel. Die Preise sind in der Regel etwas niedriger als im Supermarkt und man kann auch noch ein bisschen verhandeln. Die Märkte finden in folgenden Orten statt:

montags in "Rio Marina", dienstags in "Rio Nell'Elba", mittwochs in "Marina di Campo", donnerstag in "Capoliveri" und "Procchio", freitags in "Portoferraio", samstags in "Porto Azzurro", sonntags in "Lacona".

Darüber hinaus finden zur Hauptsaison auch noch Märkte in Cavo oder Bagnaia statt, sowie in manchen Städten kleine Kunsthandwerksmärkte am Abend.

  Markt, hier klicken

Fisch

Am Meer schmeckt der Fisch natürlich umso besser. Ein paar Dinge sollte man hier jedoch auch beachten. Generell ist Fisch nicht billig. Lassen Sie sich in Restaurants nicht täuschen, da hier auf den Speisekarten der Preis in der Regel immer für 100 g angeben ist und meistens zwischen 5 und 7 Euro liegt. Wieviel Sie am Ende bezahlen, hängt also vom Gewicht des Fisches ab. Wer Fisch kaufen möchte, tut dies am besten an den großen Theken der Supermärkte, z. B. beim Conad Portoferraio (Antice Saline) oder in Marina di Campo. Hier wird jeden Tag frisch geliefert, im Gegensatz zu manch kleinem Laden, die zudem oft auch noch höhere Preise haben. Nicht jeder Fisch, den Sie auf den Theken sehen, ist aus dem Meer um Elba herum! Die Herkunft steht jedoch immer deutlich auf dem Schild bei der Ware. Es gibt jedoch auch Fisch aus heimischen Gewässern. Wer ganz sicher gehen möchte, der kann Fisch auch direkt am Hafen, z. B. in Portoferraio oder Marciana Marina kaufen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Fisch frisch ist, d. h. die Augen dürfen auf keinen Fall trüb sein.

Fischtheke im Conad von Marina di Campo

Restaurants

Restaurants gibt es natürlich sehr viele auf der Insel und die meisten davon bieten auch eine gute Qualität. Man muss leider aber damit rechnen, dass man als Tourist nicht gleich bedient wird, wie als Einheimischer oder Italiener. Allerdings sind die Italiener oftmals auch eher bereit, deutlich mehr für gutes Essen auszugeben, als die deutschen Touristen. Kontrollieren Sie am Ende auf alle Fälle nach, was auf der Rechung steht! Kleine Ganoven gibt es überall. In Italien ist es oftmals noch üblich, dass man für Gedecke und Bedienung separat bezahlt. Das können z. B. 2 Euro pro Person für "Coperto e Pane" (Gedeck und Brot) sein, sowie 10 % Servizio. Das kommt einem manchmal teuer vor, auf der anderen Seite erwarten die Italiener nicht unbedingt ein Trinkgeld bzw. kennen es nur von den Touristen. Sehr positiv ist, dass man in Italien in den meisten Restaurants in die Küche blicken kann und auch die Kontrollen hier sehr streng sind. Eine gute Holzofenpizza kostet in der Regel zwischen 4,50 Euro und 9,00 Euro und dem Pizzabäcker (in Italien ein Ausbildungsberuf) kann man oft bei der Arbeit zusehen. Bier ist verhältnismäßig teuer auf der Insel, oftmals teurer als Wein. Das ist normal so und hat nichts mit Abzocke zu tun.

Totani alla Griglia in einem Restaurant bei Procchio

Spezialitäten

Es gibt eine ganze Reihe an Gaumenfreuden, welche die Insel bietet. Eine Orate (Goldbrasse) direkt vom Grill oder aus dem Ofen, ein Stück Schwertfisch vom Grill, ein Tintenfischsalat oder eine Wildschweinspezialität sind nur ein paar Beispiele dazu. Wer selbst gerne kocht, für den sei an dieser Stelle der Hinweis, dass man die feinsten Kräuter und Gewürze, wie z. B. Salbei, Rosmarin, Fenchel oder Ruccola oftmals direkt "am Straßenrand" findet. Bekannt ist Elba in erster Linie für seinen Grappa, den es in vielen Varianten gibt, den Limoncino (auch Limoncello genannt) und nicht zuletzt für den Honig. Hier ist besonders der Honig der Azienda Agricola Ballini zu empfehlen, welchen man auch in unserem Ebay-Shop findet. Wer in dem kleinen Örtchen Seccheto in der Kurve nach rechts abbiegt und die steile Straße nach oben fährt (teilweise im ersten Gang), der kommt am Ende zu einem Haus mit Laden - den Agricop - wo man Grappa, Wein, Likör, Olivenöl und Honig probieren kann.

Durchgesetzt haben sich in den letzten Jahren auch verschiedene typisch elbanische Backwaren, in erster Linie die "Torta Briaca" - der Elbakuchen. Hierbei handelt es sich um ein flaches rötliches und süßes Gebäck. Von der Beschaffenheit her ist der Kuchen mit Walnüssen, Mandeln, Haselnüssen, Pinienkernen und Sultaninen eher trocken, schmeckt aber sehr gut nach dem Essen zu einem Gläschen Aleatico oder Moscato, den Desertweinen, welche man auf Elba auch in sehr guter Qualität bekommt. 

Wind - Wie bewege ich mich auf Elba?

Rund um Elba gibt es folgende Winde:

"Grecale" (trocken von Nordost), "Levante" (trocken von Ost), "Maestrale" (kalt und stark von Nordwest), "Mezzogiorno" (warm von Süden), "Ponente" (bringt gutes Wetter von West), "Scirocco" (feucht und heiß von Südost, aus den Wüsten Nordafrikas) "Tramontana" (trocken und kalt von Nord)

Bis auf gelegentliche, besonders im Hochsommer sehr seltene Stürme, wird der Wind nicht die Qualität Ihres Urlaubs beeinträchtigen - im Gegenteil, wer etwas geschickt ist, kann sich die leichten, aber auch die stärkeren Winde zunutze machen. Denn dort, wo der Wind ablandig ist, d. h. vom Land aufs Wasser hinausweht, ist das Wasser meist kristallklar, frei von Treibgut und Quallen. Die Italiener und Einheimischen wissen um diesen Sachverhalt und orientieren sich meistens auch danach. Schauen Sie also am Morgen in den Himmel und wählen Sie Ihr Ausflugsziel am besten immer an der windabgewandten Seite, es sei denn, Sie möchten ganz speziell Wind und Wellen oder das Baden in den Wellen genießen. 

Die Strände an der "Costa Bianca" bei "Portoferraio" sind z. B. bei "Scirocco" ein beliebtes Ziel. Während es auf der Südseite der Insel dann stürmt, findet man hier windgeschützte Ecken und das Meer ist sagenhaft klar. Bei Nordwind sind dementsprechend besonders die Strände auf der Südseite der Insel schön. Bleiben Sie deshalb nicht aus Bequemlichkeit an einem Ort, wenn das Meer nicht schön ist, sondern fahren Sie lieber noch ein paar Minuten in eine anderen Bucht.

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