STÄDTE

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Ganzjährig leben auf Elba derzeit ungefähr 24.000 Menschen, wobei die Zahl, je nach Jahreszeit, stark schwankend ist. Auch die Elbaner machen nach der Urlaubssaison oft selbst Urlaub, so dass die Monate November, Dezember, aber auch der Januar, Februar und März recht leer sind. In den Sommermonaten explodiert die Anwohnerzahl durch die Urlauber und die im Tourismus beschäftigten Saisonarbeiter regelrecht.

Als "Stadt" kann man im Grunde nur die Hafenstadt "Portoferraio" bezeichnen, da hier fast die Hälfte der Elbaner lebt. Mit gewissen Abstrichen haben noch "Marina di Campo", "Marciana Marina", "Porto Azzurro" und "Rio Marina" städtisches Flair, jedoch kann man diese schon eher als Hafenorte bezeichnen.

Portoferraio

In der Hafenstadt kann man ganzjährig ein normales städtisches Leben beobachten, mit Schulen, Büros, Werkstätten und Menschen, die ihrer Beschäftigung nachgehen. Auch haben über alle 12 Monate hinweg viele Restaurants, Bars und Läden geöffnet, ebenso wie einige Hotels. "Portoferraio" besticht besonders durch seinen alten natürlichen Yachthafen und die Uferpromenade. Hier in der Sonne zu sitzen, den Hafenbetrieb und die Menschen zu beobachten, ist ein Genuss. Es lohnt sich jedoch auch, in das historische Zentrum zu spazieren und den kleinen Gassen und Treppen bis hoch auf die Festung zu folgen, da man von dort einen tollen Ausblick über die Stadt und hinunter zum Spiaggia "Le Viste" hat. Die Eisdielen bieten eine hohe Qualität und man kann seinen Favoriten nur im Vergleich herausfinden. Wer sich im historischen Zentrum rechts hält, der findet in einem Gässchen den Durchgang zwischen den Häusern zum "Spiaggia Grigiolo". Bei diesem handelt es sich um einen winzigen Strand, nicht zum Baden geeignet, aber ein verträumtes Eckchen, im Hinterhof einer Schule, um einen Capuccino zu trinken und die Fähren zu beobachten. Am Stadtstrand "Le Ghiaie", einem weißen Kiesstrand, treffen sich viele Menschen am Nachmittag. Im Sommer kann es dort auch voll werden. Direkt in Ufernähe tummeln sich hier viele Fische.

Portoferraio

Porto Azzurro

Das kleine Hafenstädtchen mit spanischen Wurzeln liegt in wunderschöner landschaftlicher Umgebung, am Fuße des "Cima del Monte". Sehenswert und zum Verweilen lädt besonders die große Piazza am Hafen ein. Dort können Kinder spielen, während man selbst in einem der Cafés gemütlich sitzen kann. Im historischen Zentrum wechseln sich in kleinen Gassen Restaurants und Läden ab, die natürlich auf den Tourismus ausgerichtet sind, aber dennoch nett anzuschauen sind. Über der Stadt liegt das Gefängnis von "Porto Azzurro". So seltsam es sich vielleicht anhören mag, es lohnt sich, auch dort einmal vorbeizuschauen und sich das Ganze anzusehen. Am Ende des Hafens linker Hand führt ein kleiner schöner Wanderweg die Küste entlang. Wenn man hier weitergeht, kommt man über schwarze Sandsträndchen bis hin zum kleinen grünen Schwefelsee, der jedoch offiziell nicht mehr erkundet werden darf.

Porto Azzurro

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Marciana Marina

"Marciana Marina" liegt auf der nordwestlichen Seite der Insel und ist wohl einer der landschaftlich schönsten Flecken der Insel. Von der Hafenmole aus sieht man die beiden Bergdörfer "Poggio" und "Marciana Alta" unterhalb des "Monte Capanne" am Hang liegen. Besonders vom Boot aus ist diese Panorama wirklich einzigartig! Es gibt in Marciana keinen Strand, der Touristen gleich auffallen würde, jedoch gibt es am linken Ende der Uferpromenade (Richtung Wasser blickend) einen kleinen Kiesstrand mit großen, teils eiförmigen Granitsteinen, von wo aus sich schöne Tauchgänge buchen lassen. Bezaubernd und ein häufiges Fotomotiv sind auch die Felsen und der Ortsteil am äußersten rechten Ende der Promenade. Marciana bietet darüber hinaus ein großes Angebot an Gastronomie und Geschäften, sowie zahlreiche Veranstaltungen. 

Marciana Marina

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Rio Marina

"Rio Marina" liegt ganz östlich, Richtung Festland gerichtet, auf der Insel. Früher wurden von dort und von "Cavo" aus das Erz und die Mineralien verschifft, welche in den Mienen abgebaut wurden. Heute kann man die alten stillgelegten Minen noch besichtigen. Ebenso sieht man noch Teile dieser verlassenen Industrieanlagen, auch wenn Rio Marina sich inzwischen stark gewandelt hat. Früher eher schwarz, grau und manchmal trist, sind die Fassaden heute in hellen toskanischen Farben gehalten. Urlauber, die das erste Mal auf der Insel sind, finden inzwischen immer mehr Gefallen an dem Ort. Wer öfters nach Elba kommt, der verliebt sich in die Natürlichkeit und Ursprünglichkeit des kleinen Hafenstädtchens. Mineralogisch gesehen ist Rio Marina noch immer einen Ausflug wert, da man noch heute und trotz Schließung der Bergwerke an dem einen oder anderen Strand oder bei Spaziergängen, interessante Steine finden kann.

Rio Marina

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Marina di Campo

"Marina di Campo" liegt in der Mitte der Insel, Richtung Süden gerichtet. Der "Campo", also das "Feld", auf dem sich das Städtchen befindet, ist verhältnismäßig groß und zieht sich ein ganzes Stück nach hinten ins Land. Marina di Campo ist aufgrund der Südlage, des großen Strandes und des Städtchens so etwas wie das touristische Zentrum der Insel. Außerhalb der Hauptsaison ist es dort toll zum Baden, Tauchen oder Segeln. Die Fußgängerzone entlang und auf der Uferpromenade ist es dann nett zu flanieren. Wer dem Tourismus etwas entfliehen möchte, der kann einem Spazierweg am rechten Ende des Hafens über den Hügel folgen und findet dort nach einigen Minuten, die "Galenzana Bucht" - eine kleine Sandbucht in einer kaum besiedelten Ecke. Ganz am linken Ende des Strandes von Marina di Campo ("La Foce") befinden sich drei Campingplätze. Von dort aus führt ein Höhenweg die Bucht entlang, der einen sehr schönen Ausblick über den Campo bietet und in einen kleine, meist verlassene Badebucht führt. Von dort aus kann man auch eine größere Wanderung Richtung "Lacona" starten. Im Hinterland von Marina di Campo befindet sich auch der kleine und einzige Flughafen der Insel, welcher von München oder Friedrichshafen aus angeflogen werden kann.

Marina di Campo

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