ORTE

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Der Übergang zwischen "kleiner Stadt" und "Ort" ist auf der Insel fließend und, liebe Leser, seht es mir nach, wenn ich hier eine Einordung nach meinem Empfinden mache. So könnte man "Capoliveri", "Marciana Alta" oder "Rio nell'Elba" noch als kleine Städtchen bezeichnen, wobei ich sie immer noch und trotz baulicher Ausweitung als Orte oder Dörfer empfinde.

Capoliveri

"Capoliveri" ist der Ort, der die Herzen oftmals am höchsten schlagen lässt und ist auch Ziel von Prominenz aus Kunst, Politik, Wirtschaft und Sport. Er liegt oben am Hang, kurz vor "Porto Azzurro" und empfängt einen mit den Worten "Carpe Diem" auf einem Schild. Schon früh haben sich dort Menschen aus aller Welt niedergelassen, besonders ab den 60er Jahren auch aus Deutschland. Ein buntes Völkchen aus Künstlern, Händlern und Gastronomen verleiht den engen Gassen ein ganz besonderes Flair. Von der großen Piazza aus hat man einen tollen Ausblick über die Dächer der verwinkelten Häuser und am Abend trifft man sich in den zahlreichen Restaurants und Bars. Generell ist die Auswahl und das Niveau der Restaurants dort sehr gut, sicher auch augrund der Konkurrenzsituation. Dort findet man alles, was das Feinschmeckerherz begehrt. Hinter Capoliveri fängt der Inselteil an, der noch am wenigsten erschlossen ist. Schon bald hört die befestigte Straße auf und es gibt nur noch Schotterweg. Von hier aus kann man wunderschöne Wanderungen machen, die einen z. B. zu einem Gestüt oder zu verlassenen Buchten führt. Ebenso eignet sich die Gegend für Mountainbiker. 

Capoliveri

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San Piero, Sant'Ilario, Marciana Alta, Poggio, Rio nell'Elba

Diese Orte sind wie "Capoliveri" an den Hang gebaut und bieten tolle Motive zum Fotografieren oder Malen. Natürlich laden sie auch zu Spaziergängen und Wandungen ein, die man in den Umgebungen machen kann. Alle diese Orte zeichnen sich durch ihre besondere Architektur aus - enge Gassen, verwinkelte Häuser und malerische Treppen erfreuen das Auge. Touristisch gesehen sind diese Ortschaften weniger erschlossen wie Capoliveri, jedoch sind sie keineswegs weniger attraktiv! Während "Sant'Ilario", "San Piero" und Poggio" kleinere Ortschaften sind, sind "Marciana Alta", als Hauptstadt der "Comune Marciana", und "Rio nel'Elba", mit dem neuen Ortsteil "La Ginestra", deutlich größer. Jeder Ort hat dabei noch seine Besonderheit, z. B. verfügt San Piero über einen der schönsten (Aussichts-)Plätze der Insel, oder Marciana über kleine Handwerksläden, die zum Einkauf einladen.

San Piero

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Sant'Ilario

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Rio nell'Elba

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Marciana Alta

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Poggio

Das Örtchen "Poggio" sollte an dieser Stelle noch besonders erwähnt werden. Es wurde in 350 m Höhe inmitten von Kastanien-und Steineichenwäldern erbaut und ist seit Jahrzehnten baulich unverändert, da es zum Weltkulturerbe gehört. Aufgrund dieser Tatsache, aber auch wegen der Kirchen, die baulich bis in 8. Jh. zurückgehen, ist es in jedem Fall einen Ausflug wert.

Poggio

Pomonte und Chiessi

Die beiden kleinen Orte liegen an der Westküste der Insel und man erreicht sie über eine sehenswerte verschlungene Küstenstraße, welche immer wieder tolle Ausblicke eröffnet. "Pomonte" und "Chiessi" beeindrucken durch ihre Natürlichkeit und Schlichtheit. Die meist weißen kleinen Häuser liegen wie Würfel am sanft ansteigenden Hang am Fuße des "Monte Capanne". Vom Ufer aus sieht man bei guter Sicht Korsika und immer wieder finden auf dem Dorfplatz von Pomonte Feste mit Grillspezialitäten aus der Region statt. An diesen Orten scheint die Uhr noch etwas langsamer zu gehen und man fühlt sich etwas "abseits der Welt". Manchen Erzählungen folgend, hat der eine oder andere ältere Bewohner Pomontes seinen Heimatort noch nie verlassen. Pomonte birgt jedoch noch ein anderes Geheimnis, welches immer wieder Taucher und Schnorchler anlockt: Nur ungefähr 200 Meter vor dem Kiesstrand, bei einem flachen Felsen im Wasser, liegt das Wrack des in den 70er Jahren gesunkenen Frachters "Elviscott". Die Unterwasserszene um das Wrack, mit oftmals Tausenden an Fischen, hinterlässt einen bleiben Eindruck. Man kann die Fische sogar füttern. Vom Strand aus ist das Wrack auch mit Tretbooten zu erreichen.

Sonnenuntergang bei Pomonte mit Blick auf Korsika

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Chiessi

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Procchio und Cavo

"Procchio" liegt auf der Nordseite der Insel zwischen "Portoferraio" und "Marciana Marina". Einstmals aufgrund des Strandes, des netten Örtchens und des großen Parkplatzes eines der beliebtesten Urlaubsziele, hat Procchio stark unter einem illegalen Bauvorhaben gelitten. Seit mehr als zehn Jahren steht mitten im Ort eine große Bauruine und das Parken ist schwieriger geworden. Nach neuesten Informationen soll diese Ruine jedoch bald abgerissen werden, sodass Procchio wieder eines der beliebtesten Ziele auf der Insel werden kann. Die Bauruine stört auch nicht beim Strandbesuch oder beim gemütlichen Sitzen im "Salotto". "Cavo" ist so etwas wie "Land's End" auf der Insel, weshalb nur wenige Leute einen Ausflug dorthin machen, wenn sie nicht schon direkt dort Urlaub machen. Man darf die Straßen und ihre vielen Kurven nicht scheuen, wenn man Cavo ansteuert. In Cavo herrscht eine gemütliche Beschaulichkeit, es gibt nichts, was man als absolut außergewöhlich empfindet, aber dennoch hat man am Ende des Tages das Gefühl, einen entspannten Tag verbracht zu haben. Es gibt einen großen Kiesstrand, der sich auch gut zum Baden eignet und ganz am Ende des Ortes eine Strand, gegenüber der "Isola dei Topi", den man besonders bei Südwind genießen kann.

Cavo

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Sant'Andrea, Zanca und Patresi

Es ist ungefähr 35 Jahre her, da war "Sant'Andrea" noch ein kleines Fischerdörfchen und nur wenige Touristen verirrten sich in diese abgelegene Ecke. Doch schon bald wurde das Dorf von Urlaubern entdeckt, die fasziniert waren von der Vegetation, dem Flair und nicht zuletzt von der schönen Felsküste, die zum Baden, Tauchen und Schorcheln einlädt. Heute ist Sant'Andreea deshalb ein beliebter und nicht ganz billiger Urlaubsort geworden, den man am besten außerhalb der Hauptsaison besucht. Immer noch hat es seinen Charakter bewahrt, auch wenn man dort sehr exklusiven Hotelurlaub machen kann. Die Örtchen "Zanca" und "Patresi" liegen etwas oberhalb am Hang und die Ursprünglichkeit der Orte eröffnet sich einem, wenn man der Küstenstraße von Pomonte Richtung Sant'Andrea folgt und sich einem der Blick über die Landschaft mit den kleinen Häusern erschließt.

Blick auf Zanca mit Korsika im Hintergrund.

Im "Golfo di Stella" unterhalb von Capoliveri und Richtung Costa dei Gabbiani gibt es noch die Örtchen "NORSI", "MORCONE", "PARETI" und "INNAMORATA". Es handelt sich hierbei um kleine Ortschaften am Wasser, die alle Strände in einer Mischung aus Sand und Kies aufweisen. 

 

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